Mehmet Matur, Integrationsbeauftragter, Präsidialmitglied für besondere Aufgaben des Berliner Fußball-Verbandes
„Rassismus und Diskriminierung sind eine echte Bedrohung. Leider sind hässliche Vorfälle von rassistischen Spruchbändern, Hassgesängen, Beleidigungen, Provokationen und Gesten der Aggression und Gewalt noch immer nicht aus unseren Fußballstadien und von unseren Sportplätzen verschwunden. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass dieses Problem nicht ohne unser Engagement verschwinden wird. Dabei ist der Ball auf allen Fußballplätzen dieser Welt rund. Herkunftsland und Hautfarbe dürfen im Sport keine Rolle spielen. Dies zu unterstützen und auch umzusetzen, ist nicht nur Aufgabe des Sportlers sondern auch eines jeden sportliebenden Fans. Gemeinsam Diskriminierung und Gewalt die rote Karte zeigen - ohne Ermessensspielraum.
Die Initiative „love sports – hate neonazism“ von Roter Stern ist beispielhaft und hat meine vollste Unterstützung. Ich wünsche der Kampagne von ganzem Herzen viel Erfolg!“
wir begrüßen Euch auf der Internetseite, der von fortschrittlichen Sportvereinen initiierten Kampagne “love sports - hate neonazism”.
Die Kampagne ist eine Reaktion der Roten Stern Vereine auf rassistische Verunglimpfungen, homophobe Schmähungen, antisemitische Sprechchöre oder anderer Spielarten von Diskriminierungen in Stadien, Hallen und auf Sportplätzen im Allgemeinen. Sowie speziell auf die brutalen Angriffen von Neonazis und Stammtischrassisten auf Spieler oder Fans, wie zum Beispiel in den letzten Jahren geschehen bei Spielen der Vereine Roter Stern Leipzig, Halle und Lübeck.
Wir wollen eine breite Initiative von Sportvereinen und Fangruppen in Gang setzen, die sich für gesellschaftliche Mindeststandards im Sportbereich einsetzt. Mach auch Du mit! Egal ob Du Fan oder Mitglied in einem Verein bist, wenn du aktiv werden willst wende Dich an uns oder sammel deine Freunde um Dich, unterzeichnet die Kampagne, überlegt Euch Aktionen und setzt Euch ein für Diskriminierungsfreiheit beim Sport! Ob Freizeitsport, Amateur oder Profi: die Menschenrechte gelten überall!
Hier kannst Du die “love sport - hate neonazism” - Erklärung lesen.
Die ersten Staments von Prominenten aus Politik, Kunst und Zivilgesellschaft findet Ihr da.
Aktuelle Termine sind in der Rubrik.
Presseerklärungen und -reaktionen könnt Ihr im Pressebereich nachlesen.
Banner, Flashvideo und Druckvorlagen befinden sich hier.
Um Kontakt zu uns aufzunehmen: kontakt (at) lovesport.de
Prominenter Zuwachs! Seit kurzem ist der über die Berliner Stadtgrenzen hinaus bekannte Fussballverein Türkiyemspor 1978 neuer Unterstützer unserer Kampagne. Der Regionalligist ist neben seinen sportlichen Aktivitäten gesellschaftlich sehr aktiv. So wurde ihm dafür in diesem Jahr unter anderem die “Berliner Tulpe” verliehen, um das vielfältige Engangement des Vereins gegen Homophobie zu würdigen. Gemeinsam mit dem Berliner Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begleitete der Rote Stern Nordost Berlin den sympathischen Verein zu einigen als Risikospiele deklarierte Partien und dokumentierte die Vorfälle. Des Weiteren haben die Berliner Vereine THC Franziskaner, FC Internationale, International Futebol die Erklärung unterzeichnet.
Daumenhoch dafür!
Auch einige neue Statements sind dazu gekommen. Stellvertretend wollen wir hier den Kommentar von der ehemaligen Bundesligaspielerin und heutigen Repräsentatin der European Gay and Lesbian Sport Federation, Tanja Walther-Ahrens, hervorheben: “Sport kann und soll nicht zur Reparaturwerkstatt gesellschaftlich produzierter Missstände werden, aber die Verantwortlichen in den Sportorganisationen, von kleinen Vereinen bis hin zu großen Verbänden, können und dürfen sich den aktuellen Problemen nicht verschließen.”
Um eure Städte zu verschönern haben wir jetzt Plakate für die Kampagne in petto. Meldet Euch, wenn ihr welche haben wollt! Damit auch Eure virtuellen Bedürfnisse vollständig befriedigt werden, sind wir nun auch im Web 2.0 vertreten. Added uns, ladet Freunde ein und schreibt uns eure Kommentare!
Es gibt also viel zu tun. Rock’n'Roll!
Die Kampagne “Love Sports - hate Neonazism” verbreitet den Geist, aus dem heraus die “Roter Stern”-Sportvereine gegründet wurden, die zum Teil seit fünfzig Jahren in Deutschland aktiv sind: Sportbegeisterung in einem Umfeld auszuüben, dass sich explizit gegen Rassismus, Homophobie, Sexismus ausspricht und demokratische Kultur auch im Sportbereich leben will.
Von Simone Rafael
Hochkarätiger Auftakt der Kampagne ‘love sport – hate neonazism!’ in Berlin
Den Schlafsand noch in den Augen standen die ersten Spieler schon kurz vor neun Uhr vor der Sporthalle in Berlin-Weißensee. Die Vorfreude auf ein neues Futsal-Turnier trieb sie alle aus den Federn. Nach und nach trudelten dann immer mehr Spieler der insgesamt 18 teilnehmenden Mannschaften ein, so dass man mit der Gruppenphase pünktlich loslegen konnte. In Gruppen mit jeweils drei Teams wurden zuerst die ersten beiden Plätze ausgespielt um dann im KO-System weiterzumachen. Das Auftaktspiel gewann die SG Prenzlauer Berg in der oberen Halle gegen Hertha BSC II.
Im Halbfinale dann, standen sich überraschenderweise jeweils 2 Teams aus der Verbands- und Landesliga gegenüber. Im ersten Halbfinale setzte sich Hertha BSC gegen die Ballkünstler Brandenburg nur knapp im Sechsmeterschießen durch und im Zweiten fuhr International Futebol den Sieg gegenüber dem FC Internationale ein.
Am Ende war viel Kampf mit dabei. Aber nach getaner Arbeit
lächelten die Sieger um die Wette. Es war keine allzu große Überraschung als am Ende der Veranstaltung feststand, dass der Berliner Futsalmeister von 2008/09 die erste Copa des Futsal Roter Stern für sich entscheiden konnte. In einem emotionalen Finalspiel bezwangen die Spieler von Hertha BSC das Team von International Futebol souverän mit 3:1. Zuvor hatten sich schon die Ballkünstler Brandenburg den dritten Platz im Spiel gegen die Publikumslieblinge vom FC Internationale gesichert. Die beiden Roter Stern Mannschaften scheiterten im Achtelfinale an den Pokalfinalisten Hertha BSC und International Futebol.![]()
Beim nächsten Mal müssen also die Herthaner den fast einen halben Meter großen Wanderpokal verteidigen. Datum, Uhrzeit und Ort werden wir frühzeitig bekannt gegeben.
Die erste Copa de Futsal Roter Stern war auch die Eröffnungsveranstaltung der bundesweiten Kampagne ‘love sport – hate neonazism!’. Die von Roter-Stern-Vereinen aus dem gesamten Land getragene Kampagne setzt sich für gesellschaftliche Mindeststandards im Sportbereich ein. Julius Martin, der Pressesprecher vom Roten Stern Nordost Berlin, dazu: „Uns ist es gelungen zum Auftakt der Kampagne ein hochkarätig besetztes Startfeld für die erste Copa de Futsal Roter Stern zu organisieren. Es wäre schön, wenn die politischen Würdenträger sich ebenfalls engagieren, um beispielsweise endlich die Sportanlagennutzungsverordnung (SPAN) im Sinne gesellschaftlicher Mindeststandards um zu ändern!“
Die Sieger des Gewinnspiels werden am Mittwoch ausgelost und im Laufe der Woche bekannt gegeben. Als Preise winken ein 50€-Sportartikelgutschein für das Sportgeschäft Hoolywood in der Schönhauser Allee, 3 Monate umsonst Mitgliedschaft in der Fitness Galerie Karow nebst Squash und Sauna-Gutscheinen, sowie eine kostenfreie Massage.
Sportinitiativen fordern gesellschaftliche Mindeststandards im Sportbereich
Pressemitteilung, Berlin den 25. Februar. 2010.
Immer wieder gibt es Sportvereine die angriffen von Neonazis ausgesetzt sind. So traf es zum Beispiel in der laufenden Saison die Roten Stern-Vereine in Leipzig und Lübeck. Unter dem Motto „love sports – hate neonazism“ planen wir das Engagement für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung zu bündeln. Im Jahr 2010 wird es eine Reihe von Aktivitäten geben.
Am 11. Oktober 2009 haben Neonazis bei dem Spiel Roter Stern Lübeck gegen VfB Lübeck III den Hitlergruß gezeigt, Spieler angespuckt und Flaschen geworfen. Am 24. Oktober 2009 beim Auswärtsspiel gegen den FSV Brandis griffen kurz nach Spielbeginn 50 vermummte Neonazis die Spieler und Fans des Roten Stern Leipzigs an und verletzten 3 schwer.
Gerade Teamsport fördert gesellschaftliche Integration und politische Willensbildung. In den Mannschaften wird zusammen gespielt und Gesellschaft gelebt.
Probleme mit den sich Fans und Vereine in der Praxis rumärgern müssen sind in erster Linie:
Platzvergabe: Bei der Vergabe von Platz- und Hallenzeiten darf nicht nur der Erfolg und die Masse der Mitglieder ausschlaggebend sein. Daher fordern wir das die Platzordnungen und Sportanlagennutzungsverordnungen um den Passus von zivilgesellschaftlichen Standards und dem Engagement gegen Diskriminierung erweitert werden.
Raumvergabe in öffentlichen Einrichtungen: Es ist derzeit so, dass Jugendliche und junge Erwachsene für die Nutzung von Räumlichkeiten Geld bezahlen müssen.
Politische Symbolik in Stadien: Unverständlich ist, dass Transparente und Zaunfahnen, die sich gegen Diskriminierung und Neonazismus richten aus den Stadien verbannt wurden und werden. Diese politischen Symbole darf man nicht verbieten, sondern sollten eine willkommene Botschaft für ein positives Miteinander sein.
Kollektive Stadionverbote: Am 30. Oktober 2009 hat der BGH beschlossen, dass Stadionverbote auf Verdacht rechtmäßig sind. Diese kollektive Sippenhaft ist eine verschärfte antidemokratische Maßnahme und ein nicht hinzunehmender Verstoß gegen die individuellen Grundrechte jeden Bürgers.
Die Presseerklärung als pdf.
We are proud to present das wohl heißeste Ereignis diesen Winters. Diesen Sonntag wird in 2 Hallen die Copa de Futsal Roter Stern ausgetragen. In der Hansastraße 153 (Berlin-Weißensee) erwarten wir hochkarätige Futsalmannschaften wie z.B.: Hertha BSC, Reinickendorfer Füchse, FC Internationale, Lok Spree und natürlich die Roten Sterne…
Für leibliches Wohl wird gesorgt!
Alles auf einen Blick:
Futsal Turnier am Sonntag, den 28. Februar 2010. Start um 10 Uhr in der Sporthalle Hansastraße 153, Berlin-Weißensee
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coming soon!
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