Südafrika zu zeiten der WM - Befreiungskampf in der Verlängerungsphase

Mit der WM rückt Südafrika in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit. Viele, die es lieber lassen sollten, werden in den nächsten Wochen ihre Meinung zu den Verhältnissen am Kap kundtun. Bei der Veranstaltung geht es um Frage, wie das Land und seine umkämpfte Geschichte wahrgenommen und repräsentiert werden und wie sich die gesellschaftlichen Machtverhältnisse in den letzten Jahren verändert haben. Dies bezieht auf den Wandel des Rassismus, neue soziale Spaltungslinien und die damit verbundenen Kämpfe von unten.

Es referiert:
Romin Khan, Mitherausgeber von „Südafrika - Die
Grenzen der Befreiung“, Assoziation A, Berlin

15.06. - 19:30 Uhr, “Tristeza”, im Rahmen der Reihe “Aktiv im Abseits

Filmabend: Die Todeself

Die dramatische Rekonstruktion eines Spiels zwischen dem ukrainischen Zwangsarbeiterteam „FC Start” und einer deutschen Luftwaffen-Mannschaft zeigt zugleich das Zusammenspiel von Fußball und Nationalsozialismus.

13.06. - 21:30 Uhr, “Tristeza”, im Rahmen der Reihe “Aktiv im Abseits

Antisemitismus im (ost)deutschen Fussball - Tradition und Gegenwart

April 2010: Der Rote Stern Leipzig ist zu Gast im sächsischen Mügeln. Am Rande grölen 50 Neonazis immer wieder die Sprechchöre „Juden“ und „ein Baum, ein Strick, ein Judengenick“. Als in der 80. Minute das berüchtigte U-Bahn-Lied, in welchem die Hauptzeile lautet „Eine U-Bahn bauen wir, von Jerusalem bis nach Auschwitz“ gesungen wird, bricht der Schiedsrichter das Spiel endlich ab.
Fragt man ostdeutsche Fußballfans, wieso sie solch menschenverachtende Parolen singen oder zumindest in ihrem Block dulden, erntet man Achselzucken oder Ausreden. Zum Beispiel, dass dieser Slogan schon zu DDR-Zeiten gerufen wurde, wenn der BFC Dynamo zu Gast war oder Union Berlin, um diese zu provozieren. Den Gegner als Juden zu bezeichnen gilt demnach in
einzelnen Fankreisen als die unterste Schublade der gegenseitigen Beschimpfung im Fußballstadion. Ebenso wie in der Gesellschaft. Doch wieso ist diese Art der antisemitischen Provokation gerade im Osten Deutschlands derart verbreitet?
In dem Vortrag werden jene historische Kontinuität des Antisemitismus im ostdeutschen Fußball sowie seine Verwurzelung in der Fanszene skizziert und analysiert.

Es referiert:
Michael Zantke, Student der Politikwissenschaft

10.06. - 19:30 Uhr, “Tristeza”, im Rahmen der Reihe “Aktiv im Abseits

Roter Stern Cup 2010

Roter Stern Cup 2010 - Berlin

Am 03. Juli 2010 wird der Rote Stern Cup erstmals in Berlin ausgetragen. Wir werden einen Tag lang gemeinsam Fußball spielen, WM-Spiele schauen, Essen & Trinken und viele interessante Gespräche haben. Eingeladen sind alle bundesweit aktiven Roten Stern Vereine und die Kooperationspartner der Kampagne „love sports – hate neonazism“. Zugesagt haben neben Türkiyemspor Berlin, FC Internationale, THC Franziskaner und einigen TeBe-Fans, auch die Roten Stern Vereine aus Altenburg, Berlin, Flensburg, Halle, Hofheim, Leipzig, Lübeck, Pankow, Senftenberg, Wehringhausen und von den Eisbären.

In den Jahren 2007 und 2008 veranstaltete bereits der Rote Stern Altenburg den Roten Stern Cup, bevor er letztes Jahr leider ausfiel. Wir lassen diese mittlerweile kleine Tradition wieder aufleben und werden 2010 ein ereignisreiches Fußballturnier erleben.

Also schnürt die Töppen zusammen und kommt vorbei!

Los geht es um 10 Uhr im Stadion Buschallee, dem Ground der diesjährigen Organisatoren des Roten Stern Nordost Berlins. Vor Ort wird es auch nach der Siegerehrung um ca. 19 Uhr noch lange Musik und Sitzmöglichkeiten geben, sodass wir gemeinsam Breiten-, Linien-, Tanz-, Trink- und Diskussionssport pflegen können.

Plakat || Banner || Jingle

Bericht: Futsal-Turnier - 30.05.2010

Mit ein wenig Verspätung startete im Rahmen unserer Kampagne “love sports - hate neonazism” unser spontanes Futsal-Turnier an diesem schönen Sonntag. Das erste Spiel bestritt um 11 Uhr FK Sbornaja gegen ein Mixed-Team vom Roten Stern Berlin. Insgesamt reisten 4 Teams aus der Futsal Landes- und Bezirksliga an. Gespielt wurde daher jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel durchgehend 12 Minuten. Zu sehen gab es unter den 32 Toren ein paar wunderschöne, einer der Gründe warum es soviel Spaß macht Futsal nicht nur zu spielen sondern auch von der Seite zu gucken.

Für alle, für die dieser Sport noch unbekannt ist, sei diese kurze Dokumentation ans Herz gelegt.

hin rück
FK Sbornaja - Roter Stern Berlin 0:1 2:4
Brandenburg 03 - Grünauer BC 0:0 0:1
FK Sbornaja - Brandenburg 03 2:1 0:1
Roter Stern Berlin - Grünauer BC 0:1 1:3
FK Sbornaja - Grünauer BC 0:1 0:6
Roter Stern Berlin - Brandenburg 03 0:4 1:3

Abschlußtabelle:

Team Pkt Tore
Grünauer BC 16 12:1
Brandenburg 03 10 9:4
Roter Stern Berlin 6 7:13
FK Sbornaja 3 4:14

Ein kleines Video folgt noch diese Woche…

Filmabend: Football Under Cover

Der Film zeigt wie zum ersten Mal in der Geschichte des Iran die iranische Frauennationalmannschaft im eigenen Land vor Zuschauerinnen spielt: ein Freundschaftsspiel gegen eine Auswahl aus Berlin Kreuzberg.

06.06. - 21.30 Uhr, “Tristeza”, im Rahmen der Reihe “Aktiv im Abseits

Aktiv im Abseits

PlakatNationalfahnenbewimpelte Autokorsos, kaum eine Kneipe ohne Großbildleinwand, König Fussball beherrscht die Welt. Man kennt das von der WM 2006 in Deutschland. Es geht um mehr als ein Stück aufgepumptes Leder im Netz, denn nichts scheint die Schicksalsgemeinschaft so zu bewegen wie elf Paar behaarter Männerbeine. Deutschland ist „Schwarz-Rot-Geil“, Nationalismus ist Partyzwang. Doch im Abseits dieses Taumels geht es um mehr als Rundes und Eckiges. Fussball ist mehr als ein gesellschaftliches Spiegelbild, denn als der Erde liebster Sport, baut auch er fleissig mit an Diskriminierungen und Ausgrenzungen. Nicht der Ball grölt rassistisch aus der Kurve, beschimpft Spieler als „schwul“ und nimmt Frauenfussball kaum ernst, sondern seine Fans und Funktionäre. Doch existiert auch Gegenläufiges: Faninitiativen und kleine Vereine, die sich anders gestalten möchten. Wir wollen dem, was andernorts wenig beleuchtet wird, mit dieser Veranstaltungsreihe einen Raum geben, die Themen aus dem feierwütigen Abseits zu holen. Sei dabei, wenn dem Zwang mitzufeiern Hausverbot erteilt wird und genieß eine nationalfahnenbefreite Zone, um über Dinge diskutieren, bei denen andere nur abwinken!

Es präsentieren:
Roter Stern Nordost Berlin, geiler Verein
“Tristeza”, geile Kneipe
love sports - hate neonazism, geile Kampagne

Die Flyer zur Kampagne gibt es hier zum Download



Die Veranstaltungen
Do, 10.06. Antisemitismus im (ost)deutschen Fussball
Tradition und Gegenwart

Di, 15.06. Südafrika zu zeiten der WM
Befreiungskampf in der Verlängerungsphase

Do, 24.06. Homophobie im Fussball
mehrheitlich abgelehnt und doch toleriert

Di, 29.06. Fans im Fussball
gewollt und doch gehasst

Mi, 07.07. Rassismus im Fussball
Deutschsein als Alltag

Fr, 09.07. Antifa heisst Anpfiff!
Antinationale Fussballrallye

Di, 13.07. Freizeit- und Amateurvereine
Situation und Probleme

Das Filmprogramm
So, 06.06. “Football Under Cover”
So, 13.06. “Die Todeself”
So, 20.06. “When The Mountain Meets Its Shadow”
So, 27.06. “Das Grosse Tabu” und “Tabubruch”
So, 04.07. “Fünfte Herren - Fussball Pur”
So, 11.07. “The Other Final”

Mügeln/Ablaßer Berufung abgewiesen

Das Verbandsgericht des Leipziger Fußballverbands hat am Dienstagabend die Berufung des SV Mügeln/Ablaß gegen die Wertung des abgebrochenen Bezirksklasse-Punktspiels gegen Roter Stern Leipzig abgewiesen. In einem weiteren Urteil des Abends wertete das Leipziger Sportgericht die Partie Roter Stern Leipzig gegen FSV Oschatz mit Niederlagen für beiden Mannschaften und verhängte jeweils 200 Euro Geldstrafe.

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Platzverweis in Leipzig

Das für heute angesetzte Spiel Roter Stern Leipzig gegen FSV Oschatz fand nicht statt. Die Mannschaft des FSV Oschatz hat sich vor Ort entschieden nicht anzutreten und reiste wieder ab. Hintergrund ist, dass wir einem Spieler des FSV Oschatz auf Grundlage unseres Hausrechtes und der Ausschlußklausel für Veranstaltungen den Zutritt zu unserem Sportgelände verweigert haben.
Diese Klausel besagt, dass wir uns als Veranstalter vorbehalten, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten / neonazistischen Parteien oder anderen rechten / neonazistischen Organisationen angehören, der rechten / neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.
Bei einem Spieler des FSV Oschatz liegen uns Erkenntnisse vor, dass dieser zum beschriebenen Personenkreis zählt.
Wir haben bereits in der vergangenen Woche den Gastverein sowie den Fussballverband auf diesen Sachverhalt hingewiesen und den FSV Oschatz aufgefordert, uns zu unterstützen und besagten Spieler für das heutige Spiel nicht zu nominieren. Leider ist der Verein dieser Bitte nicht nachgekommen und mit dem Spieler angereist. Wir bedauern, dass auf Grund dessen das Spiel heute nicht stattfinden konnte.

Quelle:
Roter Stern Leipzig

Lebhafte Diskussion im Gästebuch vom RSL

Presse zum Thema:
Fußball nur ohne Rassisten
Roter Stern Leipzig: Spielabsage wegen Nazi-Verdacht
Roter Stern Leipzig: Spiel-Boykott gegen Oschatz
Spielabsage: Roter Stern verweigert angeblichem Neonazi vom FSV Oschatz den Zutritt
Roter Platzverweis

Friedliches letztes Saisonspiel des Roten Stern Lübeck

rsl-vfblii.jpgAls Highlight zum Schluss der Saison folgt Sonntag, dem 30. Mai 2010 das Spiel im Stadion an der Lohmühle gegen VfB Lübeck III.

Im Hinspiel kam es von Seiten einiger Hooligans, welche sich unter das Publikum des VfB mischten, zu verbalen Entgleisungen, einem Platzsturm und zu Flaschenwürfen gegen unsere Mannschaft, deswegen wurde dieses Spiel wegen Sicherheitsbedenken in das Stadion verlegt. Bundesweite Stadionverbote, von denen ein Grossteil der damaligen Randalierer betroffen sein dürfte, bleiben für diesen Tag bestehen.

Liebe Anhänger: Zeigt, dass wir es nicht nötig haben zu verbaler und körperlicher Gewalt zu greifen. Fussball ist friedlich. Der VfB hat in einem offenen Brief auch nochmal alle Fans aufgefordert, fair zu bleiben und deutlich gemacht, dass Ausschreitungen wie beim Hinspiel in keinster Weise erwünscht sind. Diese Meinung teilen wir selbstverständlich.

Die Saison geht mit vielen Höhen und einigen Tiefen zu Ende. Wir freuen uns, gleich in der ersten Saison nicht nur einem höherklassigen Club in der ersten Pokalrunde einen beachtlichen Fight geliefert zu haben (das Spiel ging nur 0:1 verloren), sondern auch die Saison mit… dem dritten Tabellenplatz in der Kreisklasse D beenden zu dürfen.

Erlebt den RSL in Bestbesetzung in Stadionathmosphäre, peitscht unsere Mannschaft nach vorne, in der Hoffnung, dem unangefochtenen Spitzenreiter und bereits feststehenden Aufsteiger VfB III seine zweite Saisonniederlage beizubringen.

Für die Anhänger des RSL ist der Block F reserviert, Eintritt: 1€, Anpfiff ist um 11:00 Uhr.

Einen offen Brief des Teams von VFB Lübeck an den Roten Stern könnt ihr hier nachlesen.

FORZA RSL!!!

 

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