“Das für heute angesetzte Spiel Roter Stern Leipzig gegen FSV Oschatz fand nicht statt. Die Mannschaft des FSV Oschatz hat sich vor Ort entschieden nicht anzutreten und reiste wieder ab. Hintergrund ist, dass wir einem Spieler des FSV Oschatz auf Grundlage unseres Hausrechtes und der Ausschlußklausel für Veranstaltungen den Zutritt zu unserem Sportgelände verweigert haben.
Diese Klausel besagt, dass wir uns als Veranstalter vorbehalten, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten / neonazistischen Parteien oder anderen rechten / neonazistischen Organisationen angehören, der rechten / neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.
Bei einem Spieler des FSV Oschatz liegen uns Erkenntnisse vor, dass dieser zum beschriebenen Personenkreis zählt.
Wir haben bereits in der vergangenen Woche den Gastverein sowie den Fussballverband auf diesen Sachverhalt hingewiesen und den FSV Oschatz aufgefordert, uns zu unterstützen und besagten Spieler für das heutige Spiel nicht zu nominieren. Leider ist der Verein dieser Bitte nicht nachgekommen und mit dem Spieler angereist. Wir bedauern, dass auf Grund dessen das Spiel heute nicht stattfinden konnte.”
Quelle:
Roter Stern Leipzig
Lebhafte Diskussion im Gästebuch vom RSL
Presse zum Thema:
Fußball nur ohne Rassisten
Roter Stern Leipzig: Spielabsage wegen Nazi-Verdacht
Roter Stern Leipzig: Spiel-Boykott gegen Oschatz
Spielabsage: Roter Stern verweigert angeblichem Neonazi vom FSV Oschatz den Zutritt
Roter Platzverweis
Als Highlight zum Schluss der Saison folgt Sonntag, dem 30. Mai 2010 das Spiel im Stadion an der Lohmühle gegen VfB Lübeck III.
Im Hinspiel kam es von Seiten einiger Hooligans, welche sich unter das Publikum des VfB mischten, zu verbalen Entgleisungen, einem Platzsturm und zu Flaschenwürfen gegen unsere Mannschaft, deswegen wurde dieses Spiel wegen Sicherheitsbedenken in das Stadion verlegt. Bundesweite Stadionverbote, von denen ein Grossteil der damaligen Randalierer betroffen sein dürfte, bleiben für diesen Tag bestehen.
Liebe Anhänger: Zeigt, dass wir es nicht nötig haben zu verbaler und körperlicher Gewalt zu greifen. Fussball ist friedlich. Der VfB hat in einem offenen Brief auch nochmal alle Fans aufgefordert, fair zu bleiben und deutlich gemacht, dass Ausschreitungen wie beim Hinspiel in keinster Weise erwünscht sind. Diese Meinung teilen wir selbstverständlich.
Die Saison geht mit vielen Höhen und einigen Tiefen zu Ende. Wir freuen uns, gleich in der ersten Saison nicht nur einem höherklassigen Club in der ersten Pokalrunde einen beachtlichen Fight geliefert zu haben (das Spiel ging nur 0:1 verloren), sondern auch die Saison mit… dem dritten Tabellenplatz in der Kreisklasse D beenden zu dürfen.
Erlebt den RSL in Bestbesetzung in Stadionathmosphäre, peitscht unsere Mannschaft nach vorne, in der Hoffnung, dem unangefochtenen Spitzenreiter und bereits feststehenden Aufsteiger VfB III seine zweite Saisonniederlage beizubringen.
Für die Anhänger des RSL ist der Block F reserviert, Eintritt: 1€, Anpfiff ist um 11:00 Uhr.
Einen offen Brief des Teams von VFB Lübeck an den Roten Stern könnt ihr hier nachlesen.
FORZA RSL!!!
Um die Verbreitung der Kampagne weiter voran zu bringen, hat der Rote Stern Nordost Berlin und der „Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V.“ Geld zusammengelegt, so dass wunderschöne Faltblätter für die geneigte Öffentlichkeit erstellt werden können.
Ab Mitte nächster Woche könnt ihr diese bei uns beziehen. Schreibt uns dazu einfach eine Mail mit eurer Adresse, der gewünschten Anzahl und einem kleinen Hinweis wo ihr diese ca. verbreiten wollt.
Um die Spende des Vereins der Bundestagsfraktion feierlich zu übergeben erschien Stefan Liebich zu unserem Heimspiel am 08. Mai im Stadion Buschallee.
Diesen Sonntag, dem 30. Mai 2010 findet im Rahmen der Kampagne „love sport – hate neonazism“ von 10 bis 19 Uhr ein spontanes Futsal-Turnier statt! Jede Person die Lust hat zu soccen ist ganz herzlichst eingeladen. Anmeldung ist vor Ort zwischen 10 und 10.30 Uhr möglich, das erste Spiel beginnt 10.45 Uhr.
Einzelheiten entnehmt ihr dem Dokument
“Der ideale Gesamtfan sitzt sittsam auf seinem teuren Tribünenplatz, ohne die Fußball-Show auf dem Rasen zu stören, konsumiert brav alles, was ihm vorgesetzt wird und macht dabei möglichst wenig Lärm. So wünschen sich die meisten Vereine ihre Kundschaft. Klappt aber nicht”
[…]
“Die deutschen Roter Stern-Vereine wollen nun mit einer bislang einzigartigen Initiative namens „Love Sports, hate Neonazism“ dafür sorgen, dass Rassismus und Diskriminierung auch im Amateurfußball eingedämmt werden. Ihr Haupt-Ansatzpunkt ist unter anderem eine Neuregelung der Platzvergabe, bei der in den meisten Städten und Gemeinden die großen, finanziell besser gestellten Clubs bevorzugt werden. Für Freizeit-Vereine wie die Roten Sterne oder andere politisch aktive Mannschaften ist es besonders schwer, Trainingsmöglichkeiten zu erhalten.
Das Konzept der Roten Sterne sieht nun vor, „die Platzordnungen und Sportanlagennutzungsverordnungen um einen Passus zur Förderung von Sportvereinen erweitert wird, die zivilgesellschaftliche Standards umsetzen und sich dem Engagement gegen Diskriminierung widmen.””
In Schildau im Landkreis Nordsachsen ist es am Mittwochabend nach einem Fußballspiel zwischen dem TSV 1862 Schildau und Roter Stern Leipzig zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei gekommen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden zwei Beamte leicht verletzt. Neun Fußballfans seien festgenommen worden.
[…]
Fans von Roter Stern Leipzig waren der Polizei zufolge nicht an den Angriffen beteiligt.
“700 Zuschauer waren zum Heimspiel Roter Stern Leipzig gegen Mügeln gekommen. Sie spannten Transparente und Banner: “Love Football - Hate Fascism”. Der Fußball geriet zur Nebensache in jenen Oktobertagen - eine Woche zuvor hatten im 20 Kilometer entfernten Brandis rechte Schläger buchstäblich Jagd auf Roter Stern gemacht, auf dem Spielfeld, auf die Fans. Ganz Mediendeutschland schaute einmal mehr schaudernd in die ostdeutsche Fußballprovinz.
[…] Deutschlandweit gibt es inzwischen mehr als zwei Dutzend Klubs, die Fußball unter dem Zeichen des Roten Sterns spielen. Der Leipziger ist nicht der älteste Verein, dennoch inzwischen zum Vorbild, zu einem Ideengeber geworden.”
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