Fussball: Männer 1Roter Stern gegen Rakete Zehlendorf

Am Samstag, den 18. April 2009 wurde um 14:00 Uhr endlich wieder Fußball gespielt. Die lange Pause der TU-Liga hatte ein Ende. Der 9. Spieltag begann für uns. Personell hatten wir einige Ausfälle zu beklagen und mussten im ungewohnten 4-4-2 auflaufen. Das Spiel wurde schnell von uns kontrolliert und Rakete Zehlendorf bekam kaum Spielanteile. Die Konsequenz aus größerer Laufbereitschaft und taktischer sowie spielerischer Überlegenheit unsererseits waren erste Chancen, bei denen jedoch noch Präzision und die nötige Durchschlagskraft fehlten.
Entscheidend für den Verlauf des Spiels war der wesentlich größere Spielanteil, der uns nach und nach mehr Selbstbewusstsein und unserem Spiel mehr Ruhe brachte. Rakete Zehlendorf hingegen fand nicht so gut ins Spiel, konnte kein Druck entwickeln und hatte konditionelle Defizite, die uns zu gute kamen, da Zeit und Platz zum Kombinieren reichlich vorhanden waren. Zehelendorfs erster Schuss auf das Tor erfolgte so erst nach 30 Minuten, ein flacher Ball auf dem Weg ins untere linke Eck wurde vom Keeper problemlos pariert. Ein anschließender Eckball konnte von uns entschärft werden, so dass es bei der einzigen Tormöglichkeit für Rakete Zehlendorf in der ersten Halbzeit blieb. Alle anderen Versuche endeten im Mittelfeld, spätestens in der Abwehr gelangten wir in Ballbesitz und waren der Führung näher als unser Gegner. Ein Freistoss von rechts konnte dann zur 1:0 Führung für uns genutzt werden. Der Ball, der zuerst vom Zehlendorfer Keeper pariert aber nicht festgehalten werden konnte, landete vor den Beinen unseres Stürmers, welcher nur noch einschieben brauchte. Nur 10 Minuten später, kurz vor der Halbzeit, brachte uns ein Alleingang aus dem Mittelfeld, der mit einem straffen Schuss aus 25 Metern ins lange linke Eck vollendet wurde, den durchaus verdienten Halbzeitstand von 2:0.

Nach der Halbzeit wurde das Spiel weiterhin von uns dominiert. Rakete Zehlendorf gewann aber dennoch mehr und mehr Spielanteile, ließ aber trotzdem weiterhin weite Spielräume für uns offen. Im Gesamteindruck wurde die Partie ausgeglichener die 2:0 Führung brachte uns im Laufe der Zeit mehr Sicherheit, teilweise waren gute bis sehr gute Kombinationszüge zu beobachten, die in Torchancen, sowie ins 3:0 mündeten. Eigentlich war die Partei zu diesem Zeitpunkt schon entschieden, hätte es nicht den einen unnötigen Fehlpass im Spielaufbau von hinten heraus gegeben. Die dadurch entstandene Unterzahlsituation konnte zum 3:1 Anschlusstreffer von Rakete Zehlendorf genutzt werden. Unser Keeper war hier chancenlos. Das es bei dem sehr nach Abseits roch belegt wieder einmal das generelle Problem der TU-Liga: dem Fehlen von Linienrichtern. Nach dem Gegentreffer legten wir wieder einen Gang zu. Auf der anderen Seite witterte Rakete Zehlendorf seine Chance und erhöhte das Spieltempo. Die Partie wurde zunehmend wurde zunehmend hektischer was sich auch in der Anzahl der Fouls bemerkbar machte. Zehlendorf kam nun öfter zu Chancen. Ein weiter Ball und ein zu frühes heraus laufen unseres Torwarts nutze der gegnerische Stürmer mit einem schönen Lupfer zum 3:2. Die Hoffnung auf den Ausgleich konnten wir schnell mit dem 4:2 egalisieren. Am Schluss schwanden auf beiden Seiten die Kräfte. Wir, mit nur einem Auswechselspieler und Rakete Zehlendrof, mit 5 Auswechslern, wechselten unentwegt ein und aus, um die letzten Kräfte zu mobilisieren. Den jetzt offenen Schlagabtausch entschieden wir durch das 5:2 vorzeitig für uns. Eine folgende ungestüme Grätsche traff ein Zehlendorfer. Daraus folgte eine kleine verbale Auseinandersetzung. Unsere Nr. 6 musste im Anschluss wegen einer Zeitstrafe leider 10 Minuten vom Feld. Die Überzahl konnte Rakete Zehlendorf ausspielen und markierte das 5:3. Als wir wieder Vollzählig wurden konnten wir die Defensive wieder besser organisieren und ein schön eingeleiteter Konter führte zum Endergebnis von 6:3. Wir konnten unsere eingeübten Spielzüge teilweise umsetzen. Unsere durch Testspiele, dem Training und dem Ligawettkampf erlangte Kondition war ein entscheidender Vorteil im hart umkämpften Duell um die oberen Plätze.