Am Samstag, den 6. September 2008, reiste der Rote Stern Berlin nach Köpenick, genauer ins beschauliche Müggelheim/Dorf. Hier organisierten die Mannschaften des „FC Blindes Verständnis“ und „The Primitives“ ein Fußballturnier auf Kunstrasen. Die beiden Mannschaften spielen derzeit in der „Union-Freizeitliga“, einer Freizeitliga des Vereins Union Berlin. Im Winter des Jahres erhielten wir bereits die erste Einladung der Kicker. Damals erspielten wir in einer Köpenicker Halle den ersten Platz (Videobericht) und hatten seither einen wunderschönen Wanderpokal inne. Um diesen zu verteidigen, reisten wir nach Müggelheim/Dorf in die Odernheimer Straße.
Bei der Startaufstellung der Zehn teilnehmenden Mannschaften schimpfte ein gegnerischer Spieler auf eine andere Person indem er ihn „Neger“ nannte. Wir distanzieren uns mit aller Deutlichkeit von solch rassistischen Äußerungen. „Neger“ wurde abwertend und synonym für scheiße o.ä. gebraucht und in der Konsequenz bedeutet dies eine Diskriminierung gegenüber schwarzen Mitbürgern. Uns ist egal wer mit uns Fußball spielt solange nicht-diskriminierende Standards eingehalten werden und jeder Mensch als gleichberechtigt angesehen wird. Unsere Gegner sind nicht „Schwarze“, „Juden“ oder „Türken“, sondern die mit den anderen Trikots, sowie Antisemiten, Rassisten und Personen die anderweitig diskriminieren.
Nach der langen Sommerpause war das Turnier der Auftakt unserer Saison 2008/2009. Dementsprechend sah man gute, sowie leider aber noch zu oft schlechte Phasen des Sterns. Das erste Spiel bestritten wir gegen den späteren Turnierdritten The Primitives „Blau“ und kamen nur auf ein Remis. Endstand nach 20 Minuten: 0:0. Im zweiten Spiel gegen The Primitives „Gold“ gerieten wir früh in Rückstand, konnten aber nur wenig später auf 1:1 ausgleichen. Ein Elfmeter kurz vor Schluss, bei dem unser Keeper ein wenig übermotiviert den gegnerischen Angreifer am Tor hinderte und ihn zu Boden brachte. Der folgende Strafstoß konnte, wobei unser Keeper noch die richtige Ecke anvisierte, leider verwandelte werden. Am Ende verloren wir 1:2. Nach einem Remis und einer Niederlage in zwei Spielen war ein Weiterkommen trotz der folgenden zwei Siege in Spiel 3 und 4 nicht mehr möglich. Im dritten Spiel erst lief das Spiel des Sterns flüssiger, spielerisch lief es von nun an auf hohem Niveau und einige Spielsituationen spiegelten die Stärke des Sterns der vergangenen Saison wieder. Der Drang nach vorne wurde mit einem 3:0 belohnt. Auch im letzten Gruppenspiel zeigten wir das, was unser Spiel ausmacht: schneller Kombinationsfußball und ein guter Riecher für`s Tor. Mit einem 2:0 Sieg verabschiedeten wir uns aus Köpenick. Bleiben werden Sieben Punkte aus Vier Spielen, dabei ein Remis, zwei Siege, eine Niederlage und die Frage: Wird der Rote Stern Berlin es jemals schaffen auch Auswärts seine Fans zu mobilisieren? Sicher jedoch ist, bis zum Start der kommenden Saison der TU-Liga bedarf es nach dieser gescheiterten Titelverteidigung einer Menge von Trainingsarbeit um das Saisonziel, erneut die Aufstiegsplätze zu erreichen, in die Tat umzusetzen. Positive Ansätze, als auch die Schlechten können dazu in den nächsten Trainingseinheiten genutzt werden.
3. Liga wir kommen… und wenn der Rote Stern Berlin kommt … wird es heiß…


