Fangemeinschaft Nordost

Roter Stern Ultras

Neonazi-Überfall auf den Roten Stern Leipzig

Deutschland, zwanzig Jahre nach der Einheit. Die Polizei ist immer noch kein Freund und Helfer, die Neonazis sind immer noch gesellschaftlich verankert und die Medien bleiben zahnlose Tiger im Kampf gegen die menschenverachtende braune Brut. Es kam also, wie es kommen musste; am vergangenen Samstag überfielen rund 50 organisierte Neonazischläger kurz nach Spielbeginn die Spieler, Verantwortlichen und Fans des Roten Stern in Leipzig. Und die Polizei stand tatenlos daneben.

Aber, erst einmal der Reihe nach. Der Rote Stern Leipzig (RSL) spielt nach einigen Aufstiegen in dieser Saison in der Leipziger Bezirksklasse, und das sehr erfolgreich. Im Vorfeld des Auswärtsspiels vom Roten Stern beim FSV Brandis erhielten die Verantwortlichen der Heimmannschaft einen Hinweis, dass organisierte Neonazis rund um das Spiel militante Aktionen gegen Spieler und Fans des RSL planen. Diese informierten ordnungsgemäß die Polizei, dennoch wurden weder die Einsatzkräfte noch die Ordner aufgestockt.

Was dann geschah, klingt wie aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Kurz vor Spielbeginn wurden die Fans des RSL durch Lautsprecherdurchsagen gebeten, eine Seite des Sportplatzes zu räumen, weil „die Dummen noch kommen“. Außerdem sehr interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ein Brandiser Ordner der angreifenden Personengruppe einen separaten Eingang geöffnet haben soll, und zur Krönung sich daraufhin vermummte um an der Auseinandersetzung auf Seiten der Neonazis teilzunehmen.

Ein Augenzeugenbericht:

Zwei Minuten nach Anpfiff stürmten 50 vermummte Neonazis mit Eisenstangen, Pyros und allerlei anderen Utensilien den Platz und es trug sich eine ungefähr 10-minütige Konfrontation zwischen Stern-Fans und Neonazis zu, die von den vier anwesenden Verkehrspolizisten natürlich in keinster Weise aufgelöst werden konnte.

Nach heftigen Szenen konnten wir die Neonazis aber vom Sportgelände zurückschlagen. Fazit: drei verletzte (teils schwer) Sterne-Fans.Quelle.

Wir solidarisieren uns mit dem Roten Stern in Leipzig und hoffen auf eine baldige Genesung der Verletzten. Darüber hinaus fordern wir eine Untersuchung auf unterlassene Hilfeleistung durch die Polizei, sowie eine lebenslange Stadionsperre für alle am Angriff beteiligte Personen.

posted by admin in Spannung and have

Comments (One Response)

Fangemeinschaft Nordost on December 2nd, 2009 at 11:53 pm

[…] nach dem Übergriff beteuerte der Verein der Heimmannschaft, FSV Brandis, in der Öffentlichkeit, dass man eine weiße […]

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