Morgen kommt mit Hertha 03 Zehlendorf jener Gegner ins heimische Rund, der uns in der Hinrunde die einzigste Niederlage bescherrt hat. Der derzeitige Tabellensechste hat zwar elf Punkte Rückstand auf unsere Goldfüße, aber das ist selbstverständlich kein Grund schlampig zu werden…
Äußerst schlampig dagegen war eine Journalistin beim Verfassen eines Beitrages zur Kampagne ‘love sport - hate neonazism!’ gewesen. Im Artikel “Sternzeichen gegen Rechts”aus der aktuellen Jungle World schreibt Elke Wittich: “Bisher waren die Vereine, die den Roten Stern im Namen trugen, nicht durchgängig miteinander vernetzt gewesen. Als die Berliner ihren Club gründeten, hatten sie zwar die Unterstützung der Leipziger Kollegen, auf deren Satzung man unter anderem aufbaute. Nun aber hat sich das durch die Gründung einer Fangemeinschaft geändert, mittlerweile existieren darin schon 22 ähnliche Vereine.”
Frau Wittich, wir sind die Fangemeinschaft des Roten Stern Nordost Berlin, jenen Verein den sie auch noch fälschlicher Weise in ihrem Artikel durchgängig als Roter Stern Berlin bezeichnen. Es steht ja auch groß und deutlich auf dieser Seite hier: Fangemeinschaft Nordost. In unserer Blogroll verweisen wir auf Projekte und Initiativen die wir gut finden, dies läßt aber keine weitere Art der übergeordneten Organisierung vermuten. Dachten wir jedenfalls bisher. Vieleicht, Frau Wittich, hätten sie sich mal die Mühe gemacht, einfach bei uns nachzufragen…
Nunja, wir wollen ja weder die Butter, noch den Fisch beleidigen, weshalb wir etwas mitleidig in richtig Scholle Kreuzberg winken, und zum Abschluß ein Gedichtelein aus unserer Schulzeit rezitieren:
Der edle Steinbutt sprach zum Störe: “Dein Renommieren macht mir Pein.”
Du brüstest dich, soviel ich höre, Der Menschheit liebster Fisch zu sein.
Verbrechen nenn’ ich das, ein schweres; Solch Wort zu dulden höchste Schmach.
Mich nennt man den “Fasan des Meeres” - Geh, frag in allen Klöstern nach!
Ich bin der Stolz der Fischfamilie; Das heißt der Kochkunst höchster Sieg,
Wenn ich im Kranz von Petersilie. In eitel Buttersauce lieg’.”
Und kiemenzuckend sprach zur Scholle. Nicht ohne ärger jetzt der Stör:
“Wie findst du dieses hochmutsvolle Geschwätz des Steinbutts? Quel erreur!
Ich lass den armen Planscher schwafeln - Wer weiß, er hat den Sonnenstich.
Am Silberspieß auf Fürstentafeln. Und meist gespickt erscheine ich.
Beim Prunkdiner der Majestäten. Mich reicht man stets nach altem Brauch;
Und schlimmstenfalls Geheimen Räten. Füll’ ich den runden Schlemmerbauch.”
“Nicht möcht’ ich andre degradieren,” Sprach da der Aal zum Kabeljau,
“Doch dieses öde Renommieren - Ich mag es nicht, mir wird ganz flau.
Nicht daß ich Fürst und Räte hasse, Doch fehlt mir der Lakaiensinn;
Ich halt’ es lieber mit der Masse, Der in Gelee ich wertvoll bin.
Dem Volke bin ich Freudenmehrer, Geräuchert oder auch in Bier;
Und zählt Ihr ehrlich die Verehrer - Beim Schlamm! so hab’ ich mehr als Ihr!”
Ein Hering, der bei Eckernförde, Beschaulich in die Ostsee schwamm,
Der sprach, als er den Wettstreit hörte: “Meschugge seid ihr allzusamm’!
Gespickt, gebraten und gesotten - Das ist das Ende doch vom Lied!
Ob Lachs vom Rhein, ob Kieler Sprotten -Wo ist des Schicksals Unterschied?
Seid nicht so hoch- und rümpfe-näsig, Das Netz wird schlichten euren Zwist,
So hinterlistig und gefräßig, Wie nun einmal die Menschheit ist! …”