Fangemeinschaft Nordost

Roter Stern Ultras

Archive for February, 2010

love sport. hate neonazism!

Das Ding rollt… Die ‘love sport - hate neonazism’ Kampagne geht an den Start. Jetzt neu in Deiner Stadt. Mitmachen statt rumsitzen! Ranklotzen und mitschwitzen! … booom!

Hier könnst Ihr die “love sport - hate neonazism” - Erklärung lesen.

Die ersten Staments von Prominenten aus Politik, Kunst und Zivilgesellschaft findet Ihr da.

Aktuelle Termine sind in der Rubrik.

Presseerklärungen und -reaktionen könnt Ihr im Pressebereich nachlesen.

Banner, Flashvideo und Druckvorlagen befinden sich hier.

Und um Kontakt mit den Organisatoren aufzunehmen: kontakt (at) lovesport.de

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candle in the wind!

Am 4. Jänner 2010 ist in Österreich das neu überarbeitete Pyrotechnikgesetz in Kraft getreten. Diese Verschärfung der bisherigen gesetzlichen Regelungen und vor allem die empfindliche Erhöhung des Strafmaßes stellen einen großen Einschnitt in die Fankultur der aktiven österreichischen Fußballfanklubs dar, zumal die aktiven Gruppen oder Verantwortliche bei den Vereinen nicht in die Entscheidungsfindung des Gesetzgebers eingebunden worden sind. Das Gesetz wurde von Politikern beschlossen, die keine Ahnung von der Materie haben und jene Leute, die Woche für Woche mit Pyrotechnik zu tun haben, wurden schlichtweg übergangen…

Das kennen wir doch! Hier in Dtl. ist es kaum anders. Die Österreicher haben aber deshalb die bisher sehr erfolgreiche Kampagne “Pyrotechnik ist kein Verbrechen!” aus dem Boden gestampft. Mädels, Jungs, nicht lange fackeln: Anschaun und Unterstützen!

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Eiskalt abserviert: Spielabsage für Samstag!

Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des ewigen Winters. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet, die Berliner Stadtreinigung (BSR) und Greenpeace, Angela Merkel und Gregor Gysi, französische Radikale und deutsche Polizisten. Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als Anhänger von Väterchen Frost verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf der Konspiration mit dem ewigen Feind aus dem Osten nicht zurückgeschleudert hätte? Wem es vergönnt ist, der macht sich aus dem Staub. Der dumme Rest muß sich dem harten Schicksal, in Nordeuropa zu leben, beugen.

Auf den Straßen hört man aufgeregte Passanten sich gegenseitig anblaffen: “Scheiß auf die Steuersenkungen, wir brauchen endlich wieder einen richtigen Sommer!”. Berlin versinkt derweil in einem grauen Matsch aus Schnee und Dreck. Die Kapitulation vor den sibirischen Schneemassen schon beinahe unterschrieben, bewegt sich unser spezialdemokratischer Bürgermeister nur noch mit montierten Spikes unter den Nobeltretern durch die Stadt. Ein Bild des Grauens überall. Wie gerufen erscheint da der erste kleine Lichtblick am Horizont, die ersten Sonnenstrahlen, ja man könnte fast sagen, die erste kleine Hitzewelle in diesem neuen Jahr.

Dem Berliner Fussballverband (BFV) scheint die Sonne ganz gut bekommen zu sein, weshalb er sich dazu aufraffte den ersten Spieltermin der Rückrunde (sic!) bisher noch nicht abzusagen! Dies läßt die Wahrscheinlichkeit, dass am kommenden Samstag, um 10:00, das Heimspiel unserer Goldfüße gegen den Lokalrivalen Kristall wie geplant über die Holztribüne gehen soll, enorm steigen. Die Fangemeinschaft ruft deshalb alle aktiven Fans auf sich diesen Tag freizuhalten. Wir werden Euch hier kurzfristig informieren falls das Spiel doch noch ausfallen sollte.

self fulling prophecy: Der BFV hat das Spiel abgesagt. Scheiße schön! 

Also raus aus dem Schnee, ruff uff den Rasen! Das erste Heimspiel seit beinahe drei Monaten (gefühlte Jahre) soll gründlich zelebriert werden. Sprich Roter-Stern-Schal um den Hals, schickes T-Shirt um die kuhle Wampe, rote Socken im Kopf und bitte vergeßt nicht die Sonnenbrillen! Motto des Tages ist:

Gegen den Winter, für Rum-Cola. Hitzewellen statt laOla!

Eure Fangemeinschaft Nordost.

PS: Es wäre für die geplante Choreografie recht hilfreich, wenn sich alle noch einmal den Liedtext ins Gedächtnis rufen.

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Ladies, happy valentine…

love your sport, guys!

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TeBe, or not TeBe?

Im gestrigen Tagesspiegel erklärt der Finanzvorstand vom Berliner Regionalligisten Tennis Borussia, Christian Schwarzkopf, erstmals in der Öffentlichkeit: „Es gibt laufende Kosten, die wir nicht decken können“. Und so geht es wieder um, das Gespenst Insolvenz. Nach 8 Jahren Oberliga und einem fulminantem Aufstieg müssen die symphatischen Ostberliner (TeBe wurde an der Spandauer Brücke 13 in Berlin-Mitte gegründet!) damit rechnen aus nichtsportlichen Gründen den Abstieg in Kauf zu nehmen. Wenn sich, ja wenn sich kein neuer Großsponsor findet…

Und siehe da, „es gibt mehr als einen Hoffnungsschimmer“ verrät jedenfalls der Herr Schwarzkopf dem Tagesspiegel. Ein neuer Hauptsponsor, halt, so kleine Brötchen backen die Vorstandsbäcker nicht, nein, sogar ein strategischer Partner soll ausfindig gemacht worden sein. Wow, möchte man da ausrufen. Doch leider ist weder der Vertrag unterschrieben, noch ist derzeit genügend Geld vorhanden um die Spielergehälter komplett auszuzahlen. So muß mal wieder der Großsponsor und Vorstandsmitglied Axel Lange in die Bresche springen.

Bis Ende Februar ist wohl entschieden, ob der neue Investor tatsächlich bei Tennis Borussia einsteigt. „Entweder wir schweben auf Wolke sieben oder wir landen vor dem Insolvenzgericht“ sagt Schwarzkopf. Einige Fans von Tennis Borussia sind da anderer Meinung. Sie haben die Kampagne “We save TeBe” initiiert, um ihrem Lieblingsverein (holla!) den Arsch zu retten. Schaut da mal vorbei, erklärt den Schnöseln, wo der Osten anfängt, wo er aufhört und spendet etwas Zeit oder Geld für die armen, ähm, Wessis…

Eure Fangemeinschaft Nordost.

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Kein Platz für Pfeifen!

Am 26. September 2006 wurde das Kreisliga-Spiel VSG Altglienicke II gegen TUS Makkabi II vorzeitig abgebrochen, nachdem es von den Rängen zu antisemitischen Parolen und Schmähgesängen gekommen war (u.a. „Wir sind keine Judenrepublik“, „Jude verrecke“, „Hier regiert nicht der DFB, hier regiert die NPD“). Der Schiedsrichter der Partie, Klaus Brüning, der vor und während des Spiels mehrmals auf die rassistischen Rufe aus dem Publikum aufmerksam gemacht wurde, meinte im und nach dem Spiel, er habe nichts gehört. Die Ereignisse des Spiels erregten bundesweit Aufsehen und veranlassten den BFV am 2. Oktober 2006 zu einer Anti-Rassismus-Initiative. Klaus Brüning wurde in der Sportgerichtsverhandlung vom 13. Oktober 2006 lebenslang gesperrt. Der BFV-Präsident Bernd Schultz begrüßte das Urteil mit den Worten: “Wer auf dem Platz absolut nichts hört und darüber hinaus die Hinweise der Spieler ignoriert, rassistische Rufe zu unterbinden, der ist als Schiedsrichter nicht tolerabel.

Wegen eines Formfehlers wurde das Urteil revidiert. Anfang Februar 2007 entschied das Sportgericht in einer neuen Verhandlung, dass Klaus Brüning bis zum 1. Oktober 2007 gesperrt wird und danach nur Spiele auf dem Kleinfeld oder Spiele der Freizeitliga leiten darf. Wir verstehen nicht, wie es zu dieser Ausnahmeregelung kommen konnte. Gerade in der Freizeitliga, in der viele Menschen unterschiedlicher Herkunft spielen, die keine Vereinserfahrung haben, ist es wichtig, dass der Schiedsrichter nicht weghört, wenn es zu rassistischen Ausfällen kommen sollte. Klaus Brüning hat sich bis heute nicht bei den Beteiligten für sein Verhalten entschuldigt oder öffentlich Einsicht gezeigt.

In der ersten Sportgerichtsverhandlung meinte er, „er habe das Spiel vom Mittelkreis aus geleitet, sei immerhin schon über 40 und habe von dort die Sprüche von den Rängen nicht hören können“ (zitiert nach Kurt Gollub, Schiedsrichter vom SV Blau-Gelb, siehe unten). Qualifiziert er sich mit dieser Aussage und Einstellung für die Spielleitung im Freizeitliga-Bereich, die den Schiedsrichter(inne)n aufgrund der Zusammensetzung und häufig fehlenden Punktspielererfahrung der Spieler einiges abverlangt?

Kurt Gollub empfahl seinem Schiedsrichter-Kollegen Klaus Brüning in einem Artikel der „Kreuzberger Trillerpfeife“ vom Februar 2007 (herausgegeben von der Lehrgemeinschaft Kreuzberg für Fußball-Schiedsrichter in Berlin), „sich in Anbetracht der Spielleitung vom Mittelkreis und der in anderen Spielen zu Tage getretenen Unzulänglichkeiten in Ehren aus dem Kreis der Unparteiischen zu verabschieden.“ Dieser Empfehlung möchten wir uns anschließen.

Seit Anfang des Jahres 2008 ist Klaus Brüning allerdings wieder als Schiedsrichter aktiv. Er wird regelmäßig in der 7er Altliga Landesliga, in der Ü50 Kreisklasse B sowie leider auch in der Freizeitliga eingesetzt. Hiermit appellieren wir an die für die Schiedsrichter-Ansetzung Verantwortlichen, zukünftig im Falle Klaus Brünings von dem Recht, einen Schiedsrichter NICHT anzusetzen, Gebrauch zu machen.

Diese Erklärung wird von folgenden Vereinen ausdrücklich unterstützt:
· BSC Comet
· FSV Hansa 07
· FC Internationale
· Förderverein Türkiyemspor
· Kiez 44
· Knallrot Wilmersdorf
· Pulmon Negro
· Rotation Prenzlauer Berg-FZ
· Roter Stern Nordost Berlin
· SV Solidarität
· THC Franziskaner FC

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