Über Geschmack, über Grenzen des guten Geschmacks, ja selbst über Geschmacklosigkeiten kann man normalerweise jederzeit und tagelang streiten, über den Versuch Selbstmordanschläge gegen Zivilisten als heldenhafte Aktion des Widerstandes anzupreisen kann es keine Diskussion geben. Die Koordinierungsstelle Rechts in Pankow sieht das etwas anders. Innerhalb der von ihr organisierten Internationalen Filmreihe wollen die angeblichen Antirassisten am morgigen Freitag, den 30. Oktober 2009, den Film “Paradies Now” dem geneigten Publikum im Cafe Multi-Kulti vorführen. Dieser Film, in dem die fiktive Geschichte zweier Selbstmordattentäter in Palästina erzählt wird, kann getrost als antizionistisches Machwerk bezeichnet werden, und hat deshalb im Cafe Multi-Kulti nichts zu suchen.
Antisemitische Apostel
So wird im Film „Das Abendmahl“ von da Vinci nachgestellt, an Stelle der Apostel sitzen jedoch die Mitglieder der Terrorgruppe. An Stelle des Jesus sitzt Said. Die Sequenz folgt den Vorbereitungen des Attentats. In der Symbolik des Films nimmt Said die Rolle des Jesus ein, für den westlichen Zuschauer wird er zum göttlichen Erlöser weltlicher Ungerechtigkeit stilisiert. Er ist es, der auf der Suche nach den richtigen Mitteln im Kampf gegen den Aggressor am Ende den roten Knopf drückt, während sein schwächelnder Kompagnon sich dann doch lieber fürs Leben und gegen den Tod entscheidet
„Frauen ohne Unterleib, Männer ohne Kopf, Kinder ohne Arme und Beine, Blut und Eingeweide in den Sitzreihen, verbrannte Fleischbrocken überall. Nichts davon.“ Quelle.
Erschreckend festzustellen ist für uns, dass fortschrittliche Antirassisten mit der Filmvorführung sich bereitwillig zum Helfershelfer der antisemitischen Internationale machen. Wir verwehren uns gegen die kritiklose und unkommentierte Vorführung dieses Films im Cafe Multi-Kulti. Die völlig einseitige Darstellung des Nah-Ost-Konflikts und die klar antizionistischen und antisemitischen Ressentiments werden wir nicht tolerieren.
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