Fangemeinschaft Nordost

Roter Stern Ultras

Archive for the 'Spannung' Category

Zur Sonne. Zur Freiheit! Nummer 4

EDITORIAL.

Der Ball rollt. Die Mannschaft ist heiß. Endlich ist die dunkle Jahreszeit vorbei. Auf der Tagesordnung stehen wieder Galavorstellungen genau jener Goldfüße, die unseren grauen Alltag erhellen wie eine Sternschnuppe den Himmel bei Nacht. Kein Wochenende mehr ohne Fußball in der Freizeitliga! Das perlt. Darauf erst einmal ein kühles Radeberger…

Sechs Punkte und elf Tore in zwei Spielen sind schon eine verdammt gute Bilanz. Derzeit stehen die Roten Sterne damit auf Platz 2, ein Aufstiegsplatz. Das sollte in dieser Saison auch das Ziel sein. Im Holger-Blichmann-Pokal, nachdem in der ersten Runde Pulmon Negro souverän aus dem Rennen geworfen wurde, könnte in diesem Jahr auch etwas gehen. Pulmon Negro spielt zumindest eine Liga höher. Und genau da wollen wa ja hin!

Die Karten sind neu gemischt, aber es liegt in unserer Hand. Full Hand sozusagen. Gewieft, abgeklärt und abgewichst, so müssen wir unsere Karten ausspielen. Die Trümpfe auf den Tisch legen, unsere Heimstärke ausspielen und mittels Kampfgeist dem Gegner schnell den Zahn ziehen. Keinen Zentimeter zurückweichen. Dagegenhalten!

Und jetzt seid Ihr Fans gefordert. Als support für die erste Mannschaft und den Verein rufen wir das dESIGN.bATTLE*2o.1o aus. Schickt uns also all Eure Kunstwerke. Ob Stencil, Character, Zaunfahne, Graffiti, Video oder Aufklebermotiv egal welche Urban Art, alles was eure Liebe zum Roten Stern kreativ zum Ausdruck bringt, zählt. Sofort ran an die Farben: Bastelt, malt oder pixelt bis die Hände bluten!

Um Eure Motivation noch zu steigern loben wir für die drei Erstplatzierten einige schicke Preise aus. Neben einem gerahmten Kunstwerk von The London Police gibt es noch weitere tolle Sachpreise. Aber dazu dann mehr auf Seite 8.

Und wie versprochen wird in dieser Ausgabe die Serie Arbeiterfussball in Deutschland fortgeführt.

Dose, Pinsel & Co. Bauch, Beine, Po! Ultras Roter Stern (B)

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Zur Sonne. Zur Freiheit! Nummer 3

Die zweite Ausgabe des Fanzines ‘Zur Sonne. Zur Freiheit!’ von den Ultras ist endlich raus. Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir hier das Editorial:

EDITORIAL.

Knieht nieder, die bösen Buben kommen wieder! Scherz beiseite, aber was ein Sommerloch so alles auslösen kann. Wir können es kaum glauben. Seit der letzten Ausgabe unseres Zines hat sich die Welt auf den Kopf, und der Kopf auf die Welt gestellt. What? Insiderwitz. Wir gratulieren allen Selbstdarstellern, aber um es klar zu sagen: Schmutzige Wäsche gehört auf bzw. in die Leine, und nicht ins Internet!

Und weg, das Rex! Soviel dazu. War noch irgendetwas? Die WM in Südafrika? Nö! Verdammt, ja, die verdammt schicke Trophäe, die unsere Goldfüße nach Nord-Weißensee haben entführen lassen. Das dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen: Also aufstehn, hingehn, Pokal wieder mitnehm!

Im nächsten Jahr. Ansonsten wäre es ja Diebstahl. Ja, ja, lieber Verfassungsschutz, dies ist (k)eine Aufforderung zu einer Straftat. Möglicherweise reicht es ja trotzdem für eine weitere weitreichende Beobachtung durch die Damen und Herren vom staatlich finanzierten Guck- und Horch Verein 2.0…

Zwo, Drei, jawohl, die dritte Ausgabe überbrückt zwei Monate und landet trotzdem punktgenau auf dem eisigen Planeten namens Erde einen Volltreffer nach dem anderen.

Boom. Unser rasender Reporter hat sich im Sommer nicht ständig an den Strand gelegt oder die Festivals unsicher gemacht, sondern er interviewte für unser Zine den ehemaligen Arbeitersportler Erwin Schulz.

Boom. Wo sind die Gegners in der Freizeit-Landesliga Staffel 2? Eine Frage die alle Fans des RSNOB brennend interessiert. Spandau, Tempelhof und Friedrichshain lautet die Antwort unseres Korrespondententeams. Nachzulesen ab Seite 10.

Eine neue Liga, ist wie eine neue Liebe! Lasst sie uns knuddeln, miteinander kuscheln, an den Ohren knappern und in einem Jahr wieder ablegen. Im nächsten Jahr ist dann die nächste Liga dran…

Fußball statt Fusion! Ultras Roter Stern (B)

INHALTSVERZEICHNIS

Seite 3
Erwin Schulz. Ein Kind seiner Klasse.
Neue Serie: Arbeitersport und Arbeiterfußball. Teil Eins.

Seite 10
Freizeitliga Staffel 2
Der alternative Saisonüberblick

Seite 14
Das Tempolimit ist keine Ausrede.
Viele Fäuste für ein Halleluja

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Pro-Regionalliga-Reform 2012

Die aktuellen Entwicklungen in den Regionalligen sind mit Sicherheit auch an euch nicht vorbei gegangen. Woche für Woche hört man von neuen Lizenzentzügen, von Vereinen, die um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen. Der Abstieg in der Weststaffel wurde diese Saison rein wirtschaftlich entschieden, im Süden schaut es nicht viel besser aus und auch im Norden musste ein Traditionsverein aus finanziellen Gründen das Handtuch werfen.Allesamt leiden wir unter dem gleichen Problem: Eine unattraktive Liga, in der weder sportliche noch wirtschaftliche Gerechtigkeit herrscht. Der maßgebende Grund dafür findet sich in den U23-Mannschaften, bzw. Zweitvertretungen der Lizenzvereine. Nicht nur, dass sich durch die Fluktuation in deren Kadern Wettbewerbsverzerrung ergeben und sie nicht das wirtschaftliche Lizenzierungsverfahren durchlaufen müssen – nein: Es will sie schlicht und ergreifend auch niemand sehen. Die Zuschauerresonanz schwindet bei Spielen gegen diese Gegner Zusehens. Von Partien untereinander (z.B. Wehen II – Fürth II vor 87 Zuschauern) ganz zu schweigen.So schnell es passieren kann aus sportlichen oder wirtschaftlichen Gründen aus der Regionalliga zu verschwinden, so schwierig ist es, sie nach oben hin zu verlassen. Viele Vereine spielen aufgrund der Totengräberwirkung, die diese Liga durch ihre hohen Kosten bei geringem Ertrag hat, mit der Existenz ihres Clubs. Da es schwierig ist, sich in der Liga zu halten, lockt die höhere Klasse mit höheren Einnahmen. Dafür wird investiert und die Pleitenspirale beschleunigt. Schließlich kann dieses Ziel pro Jahr maximal ein Team erreichen.

Diese Sätze stammen nicht aus der Feder eines Fans aus der Fußballkneipe um die Ecke, sondern vom Präsidenten des SV Darmstadt 98, Hans Kessler. Und folgendes schlägt er vor:

Diese Problematik ist euch mit Sicherheit nicht neu. Das Thema ist aktueller denn je und am gestrigen Mittwoch trafen sich Vertreter von 24 Regionalligavereinen (Anmkg.: Ohne die U23-Teams gibt es gerade mal 28 Vereine in den Regionalligen) auf Einladung des SV Darmstadt 98 und des KSV Hessen Kassel in Darmstadt, um sich auf einen gemeinsamen Vorschlag zur Reform der Regionalligen zu einigen und diesen beim DFB-Bundestag im Oktober in Essen vorzubringen. Die Inhalte dieses Antrags gestalten sich wie folgt:Es soll eine Regionalliga mit zwei Staffeln (Nord/Süd) installiert werden. Alle U23-Mannschaften werden in eine eigene, dritte Staffel versetzt.Die Meister der Nord- und Südstaffel sowie einer der beiden Tabellenzweiten (–> Relegationsspiel) steigen in die 3.Liga auf. Aus der dritten Liga steigen die letzten drei Teams ab.Aus der U23-Liga steigt das beste Team auf. Unabhängig vom Tabellenplatz steigt das schlechteste U23-Team in der 3.Liga in die U23-Liga ab. So wird auch gleichzeitig sichergestellt, dass es nicht mehr als vier U23-Teams in der 3.Liga geben kann.Die Vereine wie auch wir sind der Meinung, dass sich daraus deutlich attraktivere Ligenzusammensetzungen ergeben. Dies sollte sich sowohl in Zuschauerzahlen als auch Medienpräsenz positiv auswirken. Des Weiteren ist ein möglicher Aufstieg deutlich realistischer und eine größere Spannung auch in der Saisonendphase gegeben. Eine komplette Ausgliederung der U23-Mannschaften aus dem Spielbetrieb wird nicht für durchsetzbar gehalten. Die Aufstiegsregelung zur Regionalliga soll erhalten bleiben.

Schön und gut, aber wie fragte Lenin schon richtig: Was tun?

Während nun unsere Clubs dieses Anliegen zum Verband und in die Medien tragen, haben wir beschlossen es unserem Verein gleich zu tun und die Initiative zu ergreifen, dieses Vorhaben auch von Fanseite vereinsübergreifend zu unterstützen. Wir beabsichtigen dadurch eine noch größere Resonanz in den Medien zu erreichen und somit den Druck auf den DFB und die Lizenzvereine zu erhöhen. Einzeln können wir in der Größenordnung unserer Clubs nur wenig erreichen, zusammen sind wir aber die große, breite Basis des deutschen Fußballs, dieses Pfund sollte uns bewusst sein! Als ersten Schritt haben wir eine Homepage (www.pro-regionalliga-reform-2012.de) eingerichtet. Dort könnt ihr aktuelle Infos zur Aktion abrufen, euch als Einzelpersonen in eine elektronische Unterschriftenliste einschreiben und eure Fangruppe (egal ob Dachverband, Ultragruppe, Fanclub o.ä.) als Unterstützer eintragen lassen. Selbstredend dürft und sollt ihr den o.g. Link gerne überall verbreiten.Als weiteren Schritt planen wir eine ligen- und vereinsübergreifende Aktion am ersten Spieltag der neuen Saison. Dies soll mit Spruchbändern, Plakaten u.ä. geschehen. Natürlich sind wir auch offen für jede Anregung aus eurem Kreis. Wichtig ist nur, dass dies alles koordiniert abläuft, damit wir den größtmöglichen Erfolg daraus erzielen können.Ausdrücklich sind alle Fanszenen aufgerufen sich zu beteiligen. Primär richten wir uns an die direkt Betroffenen der Ligen 3 bis 5. Da bekanntermaßen auch Fans der Bundesligavereine der aktuellen Regelung kritisch gegenüber stehen, sind diese natürlich auch gerne eingeladen uns zu unterstützen!Damit wir bald damit beginnen können weitere Maßnahmen zu organisieren, erhoffen wir uns nun, möglichst viele Antworten von Fangruppen mit der Zusage ihrer Unterstützung zu erhalten. Bitte gebt dabei den Namen der Gruppe, den Bezugsverein und einen Ansprechpartner inkl. Email-Adresse an.

Also los ihr Faulpelze. Ihr wisst was zu tun ist!

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Zur Sonne. Zur Freiheit! Nummer Zwei.

Die zweite Ausgabe des Fanzines ‘Zur Sonne. Zur Freiheit!’ von den Ultras ist endlich raus. Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir hier das Editorial:

EDITORIAL.

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Der Rote Stern Nordost ist mit doppelter Warpgeschwindigkeit durch die Liga gerauscht, hat Tore am laufenden Band geschossen, den Kasten meistens sauber gehalten und somit die Niederungen des Berliner Freizeitfußball nach nur einem Jahr Verweildauer verlassen… Goldfüße, wir sind stolz auf Euch!

Staffelmeister in der Bezirksliga, darauf ein kleines Lübzer! Das erste interplanetarische Etappenziel ist erreicht. Nun gilt es die nächsten Sternzeichen zu setzen! Eins steht fest: Wir wollen mehr Pokale, und wir woll‘n die Schale…

Aber zurück auf den Boden der Tatsachen. Aber bitte nur mit Sahne: Es gibt Tage, an denen geht alles schief. Dann gibts es welche, an denen fällt einem der Himmel auf den Kopf. Und schlußendlich gibt es Tage da wäre man am liebsten gar nicht erst aufgestanden. Der Produktionstag der ersten Ausgabe unseres Zines war alles in Einem. Wer stolzer Besitzer der Papierausgabe ist, sollte dies immer zu würdigen wissen…

In einigen Kreisen gibt es komische Gerüchte bezüglich unserer Einstellung zu dem Fußballverein St. Pauli aus Hamburg. Das böse Wort Haß ist hier und dort gefallen und manch einer redet gar von einer unversöhnlichen Feindschaft. Was sollen wir dazu sagen? Am besten nix, rät unser Anwalt. Die staatlich subvensionierte Therapheutin will unsere innere Stimme zum Reden bringen. Die Bullen auch. Dabei wollen wir nur ein wenig auf den Putz hauen. Doch dazu mehr auf Seite 8.

Winter im Sommer, keine Sonne im Winter. Man kann einfach sagen was man will, der Fuchs steckt im Bau, wie die Gans im Federkleid. Geteert, gefedert und vom Hof gejagt werden aber auf jeden Fall die Anderen. Ihr wißt was wir meinen! Wer Fragen hat: Das komplette Interview mit dem Trainer des Roten Stern Nordost ist ab Seite 3 nachzulesen.

Viele Plattitüden, volle Plastiktüten, wir müssen um die Ecke biegen. Also, wir mach`n nen Schuh…

Wir lieben Euch doch Alle! Ultras Roter Stern (B)

INHALTSVERZEICHNIS

Seite 3
Ultimate Barrikadenkampf; Das komplette Interview mit dem Trainer

Seite 8
Aus aktuellem Anlaß; Coole Kids tragen kein St. Pauli- Merchandise

Seite 12
Pro Regionalliga-Reform 2012; Gerechtigkeit muss erkämpft werden!

Seite 14
Der rasende Reporter; Egon Erwin Kisch. Einer von uns!

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Fünf Finger sind eine Faust…

11 Freunde. Pyrotechnik im BH.

Tennis Borussia. Nelly Neppach. Eine mutige Frau.

Ultras Roter Stern. Auf einem Auge blöd.

Ultras Roter Stern. Spiele der Woche.

Ultras Roter Stern Flensburg.

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Im Sonderzug nach Pankow!

Die Revanche ist gelungen! In Beucha genauso wie gegen Hertha 03 Zehlendorf. Nun gilt es die kommenden Aufgaben mit dem nötigen Ernst und der uns eigenen Chuzpe in Angriff zu nehmen. Der nächste Meilenstein auf dem Weg zum Aufstieg in die Landesliga heißt VfB Einheit zu Pankow 1893. Ein Verein mit unrühmlicher Tradition…

Am 10. August 1893 gegründet, gehörte der VfB Pankow zu den Gründungsvereinen des Deutschen Fußballbundes (DFB). Einige Zeit lang waren die Pankower Kicker in der Oberliga Berlin aktiv. In den 20er Jahren blieb dann der Erfolg aus. Und wie bei den meisten deutschen Fußballklubs ist in den Vereinschroniken kaum ein Wort über die Zeit des Nationalsozialismus nach zu lesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf beiden Seiten der Mauer wiedergegründet.  Dabei avancierte der in Ostberlin beheimatete Verein zum Lieblinsgklub der DDR-Bonzen.
Anstelle des aufgelösten VfB wurde noch 1945 die Sportgemeinschaft Pankow-Nord gegründet. Diese spielte ab 1947 in der Berliner Stadtliga und durfte ab 1948 wieder den Namen VfB Pankow führen. Nach dem Rückzug 1950 aus der gesamtberliner Stadtliga in die höchste DDR-Fußball-Liga, die so genannte DDR-Oberliga brach der VfB dort fast alle Minusrekorde: In 34 Spielen holte er zwei Siege und drei Unentschieden. Alle Auswärtsspiele wurden verloren. Er erzielte ein Torverhältnis von 29:131, für 588 Minuten blieb die Mannschaft ohne Torerfolg.

Die DDR-Sportführung war jedoch entschlossen, weiterhin eine Berliner Mannschaft in der höchsten Fußballklasse spielen zu lassen, nachdem neben dem VfB auch Union Oberschöneweide (der Vorgänger von Union Berlin) und Lichtenberg 47 zu den Absteigern gehörten. Am 13. August 1951 veröffentlichte die Sektion Fußball der DDR ein Kommuniqué, in dem mitgeteilt wurde, dass die BSG Einheit Nordost Berlin in die Oberliga aufgenommen wird. Als Begründung hieß es unter anderem: “Das Präsidium der Sektion Fußball ließ sich davon leiten, dass Berlin als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der DDR in der Oberliga vertreten sein muß.” Überraschenderweise trat zu Beginn der Oberligasaison 1951/52 eine Mannschaft namens BSG Einheit Pankow mit etlichen Spielern des abgestiegenen VfB Pankow an, daneben auch wieder Oberschöneweide als BSG Motor.

Wenn sich heutzutage ostdeutsche Fußballfans gerne im nachhinein über den Schummelmeister BFC aufregen, sollten sie dabei nicht vergessen, dass Einheit Pankow und Union Oberschöneweide die ersten beiden Klubs waren, denen von der Staatsführung wohlwollend unter die Arme gegriffen wurde. Nur damals lohnte es sich noch nicht! Im zweiten Jahr in der DDR-Oberliga wurden die Pankower wieder Tabellenletzter und mussten nun unwiderruflich absteigen. Nur durchschnittlich 2.400 Zuschauer besuchten die Spiele auf dem Paul-Zobel-Sportplatz. Einzig und allein der Pankower Torhüter war eine Wucht. Karl-Heinz-Spickenagel, von seinen Fans auch Kalle genannt, gewann einige Jahre später als Torwart des ASK Vorwärts Berlin dreimal die DDR- Meisterschaft. Seine letzte Meisterschaft konnte er in der Saison 1961/62 erringen. Das „Endspiel“ am Schlusstag gewann der ASK mit 3:1 Toren an der Ostsee gegen den Vizemeister SC Empor Rostock, dem Vorgängerverein des FC Hansa Rostock.

Einheit Pankow sollte zuvor, durch ein weiteres undurchsichtiges Manöver, noch die Möglichkeit erhalten, das Endspiel des DDR-Pokalwettbewerbes am 14. September 1952 in Berlin zu bestreiten. Sportlich waren die Pankower im Halbfinale gegen Lok Stendal ausgeschieden, doch wurde am Tag vor dem Finale festgestellt, dass die Stendaler einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatten und wurden deshalb disqualifiziert. Gegen den Vizemeister Volkspolizei Dresden hatten die Pankower trotz des Heimvorteils keine Chance und unterlagen vor nur 18.000 Zuschauern klar mit 0:3.

Unser Lokalderby hat also auch eine historische Dimension so wie damals als David gegen Goliath antrat. Packt also eure Steinschleudern ein! Schon im Hinspiel fielen die Pankower ja als gewitzte Paragrafenreiter auf, und versauten uns damit eine zweite Halbzeit sowie ein zweistelliges Ergebnis. Am Montag kommen sie uns nichtso leicht davon! Anstoß ist um 19:15 auf dem Kunstrasenplatz 1 in der Buchholzer Straße 1. Wir fahren natürlich geschlossen zum Spiel, für weitere Informationen fragt einfach bei uns nach…

Eure Fangemeinschaft Nordost.

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Alle! Auf nach Brandis!

Die Ultras vom Roten Stern haben ihren eigenen Blog eröffnet, und zwar mit einer großen Überraschung: Neben den wichtigen Informationen für den Ausflug nach Brandis bzw. Beucha haben sie den Song von GetOne! zu diesem Thema kostenlos ins Netz gestellt. Also. Rauf auf die Seite, ran an die musikalische Perle, Freunde daraufhinweisen und selbstverständlich: Alle! Auf nach Brandis!

Eure Fangemeinschaft.

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Revanche!

Morgen kommt mit Hertha 03 Zehlendorf jener Gegner ins heimische Rund, der uns in der Hinrunde die einzigste Niederlage bescherrt hat. Der derzeitige Tabellensechste hat zwar elf Punkte Rückstand auf unsere Goldfüße, aber das ist selbstverständlich kein Grund schlampig zu werden…

Äußerst schlampig dagegen war eine Journalistin beim Verfassen eines Beitrages zur Kampagne ‘love sport - hate neonazism!’ gewesen. Im Artikel “Sternzeichen gegen Rechts”aus der aktuellen Jungle World schreibt Elke Wittich: “Bisher waren die Vereine, die den Roten Stern im Namen trugen, nicht durchgängig miteinander vernetzt gewesen. Als die Berliner ihren Club gründeten, hatten sie zwar die Unterstützung der Leipziger Kollegen, auf deren Satzung man unter anderem aufbaute. Nun aber hat sich das durch die Gründung einer Fangemeinschaft geändert, mittlerweile existieren darin schon 22 ähnliche Vereine.

Frau Wittich, wir sind die Fangemeinschaft des Roten Stern Nordost Berlin, jenen Verein den sie auch noch fälschlicher Weise in ihrem Artikel durchgängig als Roter Stern Berlin  bezeichnen. Es steht ja auch groß und deutlich auf dieser Seite hier: Fangemeinschaft Nordost. In unserer Blogroll verweisen wir auf Projekte und Initiativen die wir gut finden, dies läßt aber keine weitere Art der übergeordneten Organisierung vermuten. Dachten wir jedenfalls bisher. Vieleicht, Frau Wittich, hätten sie sich mal die Mühe gemacht, einfach bei uns nachzufragen…

Nunja, wir wollen ja weder die Butter, noch den Fisch beleidigen, weshalb wir etwas mitleidig in richtig Scholle Kreuzberg winken, und zum Abschluß ein Gedichtelein aus unserer Schulzeit rezitieren:

Der edle Steinbutt sprach zum Störe: “Dein Renommieren macht mir Pein.”
Du brüstest dich, soviel ich höre, Der Menschheit liebster Fisch zu sein.
Verbrechen nenn’ ich das, ein schweres; Solch Wort zu dulden höchste Schmach.
Mich nennt man den “Fasan des Meeres” - Geh, frag in allen Klöstern nach!
Ich bin der Stolz der Fischfamilie; Das heißt der Kochkunst höchster Sieg,
Wenn ich im Kranz von Petersilie. In eitel Buttersauce lieg’.”

Und kiemenzuckend sprach zur Scholle. Nicht ohne ärger jetzt der Stör:
“Wie findst du dieses hochmutsvolle Geschwätz des Steinbutts? Quel erreur!
Ich lass den armen Planscher schwafeln - Wer weiß, er hat den Sonnenstich.
Am Silberspieß auf Fürstentafeln. Und meist gespickt erscheine ich.
Beim Prunkdiner der Majestäten. Mich reicht man stets nach altem Brauch;
Und schlimmstenfalls Geheimen Räten. Füll’ ich den runden Schlemmerbauch.”

“Nicht möcht’ ich andre degradieren,” Sprach da der Aal zum Kabeljau,
“Doch dieses öde Renommieren - Ich mag es nicht, mir wird ganz flau.
Nicht daß ich Fürst und Räte hasse, Doch fehlt mir der Lakaiensinn;
Ich halt’ es lieber mit der Masse, Der in Gelee ich wertvoll bin.
Dem Volke bin ich Freudenmehrer, Geräuchert oder auch in Bier;
Und zählt Ihr ehrlich die Verehrer - Beim Schlamm! so hab’ ich mehr als Ihr!”

Ein Hering, der bei Eckernförde, Beschaulich in die Ostsee schwamm,
Der sprach, als er den Wettstreit hörte: “Meschugge seid ihr allzusamm’!
Gespickt, gebraten und gesotten - Das ist das Ende doch vom Lied!
Ob Lachs vom Rhein, ob Kieler Sprotten -Wo ist des Schicksals Unterschied?
Seid nicht so hoch- und rümpfe-näsig, Das Netz wird schlichten euren Zwist,
So hinterlistig und gefräßig, Wie nun einmal die Menschheit ist! …”

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08397B

Im Sommer 1969 reiste der erste deutsche Sportverein zu einem offiziellen Besuch nach Israel: der FC Bayern Hof. Eine außergewöhnliche Idee, nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Versöhnung und Völkerverständigung. 40 Jahre danach rekonstruiert der Dokumentarfilm 08397B den Weg der Bayern durch Israel. Der ehemalige Vorsitzende und Organisator der Reise, Franz Anders, besucht Spielorte und symbolträchtige Plätze und trifft Zeitzeugen.

Am Sonntagnachmittag, 14. März, um 15:30 Uhr zeigt das Fußballfilmfestival 11mm im Kino Babylon in Berlin-Mitte die Uraufführung der Dokumentation von Götz Gemeinhardt. Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Manfred Lämmer von der Deutschen Sporthochschule Köln, Uwe Klimaschefski (ehemaliger Trainer von Hapoel Haifa) und Abraham Klein (Ex-FIFA-Schiedsrichter aus Israel) statt.

Infos zu 08397B findet Ihr auf www.08397b.de, Festivalinfos auf www.11-mm.de

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Englische Wochen bei RSNOB!

Die drei dünnsten Bücher der Welt stammen aus Europa; das dünnste ist der Wälzer über den deutschen Humor, danach kommt das kurzweilige Drama über die italienischen Heldentaten, und daran schließt sich schlußendlich das Buch über die englische Küche an. Keine zwei Seiten, inklusive Impressum, Vorwort und Anhang, bekommt man für dieses kulinarische Verbrechen zusammen. Trotzdem hat sich der Kellner des Ganzen, aka der Berliner Fußballverband (BFV), für die nächsten Monate entschieden Englische Wochen den Vereinen in der Freizeitliga aufzutischen. Getreu dem Motto, es wird halt eben gegessen, was auf den Teller kommt, hat sich der Rote Stern bereit erklärt diese durchtriebene Folter über sich ergehen zu lassen. Und somit sind auch wir gefragt!

Go West! Wir folgen unseren Goldfüßen am Samstag sowie am Montag in den tiefsten Westen dieser Stadt. Zunächst einmal müssen wir jetzt am Sonnabend nach Charlottenburg, und am kommenden Montag geht’s dann nach Spandau bei Berlin!

In Charlottenburg spielt unsere Mannschaft gegen den Tabellenzwölften, den SC Schmargendorf 09, auf historischen Grund: der Hans Rosenthal-Sportanlage. Der beliebte Moderator von öffentlich-rechtlichen Fernsehsendungen musste sich während des Nationalsozialismus aufgrund seiner jüdischen Religionszugehörigkeit versteckt halten. Es ist uns deshalb eine große Ehre dort spielen zu dürfen. Das Spiel startet um 12:20 auf dem Kunstrasenplatz 3 innerhalb der Sportanlage. Am besten gelangt ihr über den S-Bahnhof Eichkamp dorthin.

Wenn wir am Sonnabend erfolgreich sind, folgt dann am Montag das absolute Spitzenspiel gegen den derzeitigen Tabellenzweiten TC Glimmer um den ersten Tabellenplatz. Gegen unseren ärgsten Verfolger haben wir das zweite Flutlichtspiel der Saison! Stattfinden wird es um 19:30 auf dem Kunstrasenplatz 2 in der Sportanlage Grüngürtel. Die befindet sich am Askanierring 149, und am besten gelangt man dorthin mit einer Pferdekutsche!

Zum Abschluß unserer “Go West”-Tour wollen wir dann unsere Freunde von Tennis Borussia Berlin im Mommsenstadion besuchen. Am Freitag, den 12. März 2010, kommt nämlich unser Lieblingsfeind, der Hallesche FC, um den Exil-Ostberlinern in Westberlin drei Punkte zu entführen. Während Tebe derzeit gegen die Insolvenz spielt, hat der HFC sogar noch eine Chance um den Aufstieg mitzuspielen…

Eure Fangemeinschaft Nordost.

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